Der Karmel Michaelsberg

Sechs Priester des Ordens der Unbeschuhten Karmeliten zogen 2013 in den bisher als Jugendgästehaus genutzten Teil der Abtei ein, der zu diesem Zweck umgebaut wurde.

Die aus der indischen Provinz Manjummel (Kerala) stammenden Ordensleute feiern unter anderem täglich Gottesdienste in der Abteikirche und sind seelsorglich tätig.

Wer sind die Unbeschuhten Karmeliten?

Einweihung des Karmel Michaelsberg im Sommer 2013.
Einweihung des Karmel Michaelsberg im Sommer 2013.

Die Wurzeln aller karmelitanischen Gemeinschaften liegen im Stammorden, der zu Beginn des 13. Jahrhunderts im Karmelgebirge nahe der Stadt Haifa (Israel) entstand. Der Stammorden führt sich auf eine Gruppe von Eremiten zurück, die seit altchristlicher Zeit auf dem Berg Karmel nach dem Vorbild des Propheten Elija und seiner Schüler ein asketisches Leben führten. Er pflegt von Anfang an die besondere Verehrung Marias unter dem Titel „Unsere liebe Frau vom Berg Karmel“.

Die Unbeschuhten Karmeliten haben im 16. Jahrhundert durch das Wirken der heiligen Teresa von Ávila und des heiligen Johannes vom Kreuz eine charakteristische Prägung bekommen. Die Kommunitäten der Unbeschuhten Karmeliten sind kontemplativ-aktive Gemeinschaften. Die Ordensbrüder leben in der Regel in kleinen klösterlichen Kommunitäten mit mindestens drei Mitbrüdern zusammen.

Der Tagesablauf in den Kommunitäten ist von den Zeiten des gemeinsamen und persönlichen Gebets und der Meditation geprägt.

Angebote des Karmels

Die Mitglieder im Karmel auf dem Michaelsberg widmen sich schwerpunktmäßig folgenden Aufgaben:

  • Persönliche Seelsorge. Die Karmeliten stehen täglich 24 Stunden für Gespräche in Lebens- und Glaubensfragen zur Verfügung.
  • Gebets- und Gottesdienstangebote
  • Einkehrtage und Glaubenskurse
  • Einsatz in der pfarrlichen Seelsorge im Dekanat Siegburg
  • Integriertes Angebot zusammen mit dem KSI (ab 2016)

Die Internetseite des Siegburger Karmel finden Sie www.karmel-michaelsberg.de